Ultradünne ThinkPads wie das X1 Carbon oder sein größerer Multimedia-Bruder ThinkPad X1 Extreme bieten eine hohe Qualität, allerdings verlangt Lenovo dafür auch einen heftigen Preis. Dass es nicht immer so teuer sein muss zeigt das ThinkPad L390, ein kompaktes 13,3-Zoll-Laptop, das dem Ruf der ThinkPads trotz eines vergleichsweise geringen Preises gerecht werden kann.
Die ThinkPad L-Serie stellt zusammen mit der E-Serie den Einstieg in Lenovos ThinkPad-Lineup dar. Während die E-Serie mehr für kleine Firmen und Selbstständige konzipiert ist, soll die L-Serie eher große Organisationen wie Schulen, Behörden und Unternehmen ansprechen. Traditionell gab es die L-Serie immer mit 14-Zoll- oder 15,6-Zoll-Display, doch seit letztem Jahr verkauft Lenovo auch ein 13,3-Zoll-Modell dieser günstigen Office-Serie. Das ThinkPad L380 übernahm damals die Rolle, die vormals das ThinkPad 13 inne hatte. Nun folgt mit dem Lenovo ThinkPad L390 das zweite Modell der kleineren ThinkPad-L-Ableger. Dabei ist es in diesem Jahr zugleich auch das erste ThinkPad, das mit den neuesten "Whiskey-Lake"-Prozessoren von Intel ausgestattet ist.
13,3-Zoll ist immer noch nicht so weit wie 14-Zoll im Business-Segment verbreitet. Einer der Konkurrenten ist auf jeden Fall das HP ProBook 430 G5. Weitere Business-Laptops mit 13,3-Zoll-Display wären das HP EliteBook 830 G5 sowie das Dell Latitude 7390, wobei diese schon in einer deutlich höheren Preisklassen spielen. Ein anderes interessantes Vergleichsgerät ist das aktuelle Dell XPS 13, das zwar nicht explizit ein Business-System ist, aber potenziell mit dem Lenovo Laptop ThinkPad L390 um die selbe Zielgruppe konkurriert: Studenten und Schüler. Preislich kann das ThinkPad L390 für die Lernenden nämlich überaus interessant sein, unser gut ausgestattetes Testmodell mit Intel Core i5-8265U, 8 GB RAM, 256-GB-SSD und Full-HD-Bildschirm (1.920 x 1.080) kostet zum Beispiel knapp 900 Euro regulär bzw. für Studenten vergünstigt als Teil des Lenovo-Campus-Programms sogar nur etwa 830 Euro.
Da Lenovo beim ThinkPad L390 im Vergleich zum Vorgängermodell Thinkpad L380 nur ein internes Update vorgenommen hat, verzichten wir auf eine Beschreibung des Gehäuses, der Eingabegeräte und der Ausstattung. Für diese Aspekte empfehlen wir eine Lektüre des umfangreichen Testberichts zum ThinkPad L380.
Lenovo ThinkPad L390-20NR0013GE
Prozessor
Intel Core i5-8265U
Grafikkarte
Intel UHD Graphics 620
Hauptspeicher
8192 MB
, DDR-2400, 1 von 2 Slots belegt, max. 64 GB
Bildschirm
13.3 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel 166 PPI, LP133WF2-SPL8, IPS LED, spiegelnd: nein
Mainboard
Intel Cannon Lake-U PCH-LP Premium
Massenspeicher
Samsung SSD PM981 MZVLB256HAHQ, 256 GB
, M.2 2280, PCIe NVMe, 215 GB verfügbar
Gewicht
1.475 kg, Netzteil: 359 g
Preis
899 Euro
Display
Die Anzahl der Bildschirm-Optionen beträgt drei. Bei den günstigsten Modellen verbaut Lenovo ein HD-TN-Display (1.366 x 768), das man auf jeden Fall vermeiden sollte. Die beiden verbleibenden Display-Varianten haben jeweils eine Auflösung von 1.920 x 1.080 (Full-HD) und basieren auf IPS-Technologie. Den Unterschied macht hierbei, dass es sowohl eine non-Touch- und eine Touch-Variante gibt. Alle drei Display-Optionen sind matt, auch der Touchscreen, denn Lenovo setzt auf eine "On-Cell"-Lösung ohne Glasscheibe.
Laut Lenovo soll das hier verbaute non-Touch-Full-HD-Display einen Helligkeitswert von 250 cd/m² schaffen – unsere Messungen bestätigen das und zeigen auch, dass das Panel vom Hersteller LG durchschnittlich mit 278 cd/m² sogar noch etwas heller ist. Damit fällt das Display heller aus als beim Vorgänger ThinkPad L380 und beim direkten Konkurrenten HP ProBook 430 G5. Insbesondere das Dell XPS 13 hat nochmal ein wesentlich helleres Display, allerdings muss dieses Panel auch die Spiegelungen der glänzenden Oberfläche überstrahlen.
Die Ausleuchtungshomogenität des Displays beträgt 81 % – ein nicht gerade sehr hoher Wert, allerdings sind mit bloßem Auge keine Abschattungen sichtbar. Backlight-Bleeding weist das Panel kaum auf. PWM hat das Display, allerdings ist die Frequenz extrem hoch – PWM sollte in der Praxis also unproblematisch sein.
Der Schwarzwert von 0,33 cd/m² sowie der daraus resultierende Kontrast von etwa 900:1 sind zwar nicht überragend, aber grundsätzlich im grünen Bereich. Das gilt auch für die Schärfe des Bildschirms. Zwar handelt es sich nicht um ein ultra-hochauflösendes Panel, doch der PPI-Wert von 166 sorgt immer noch für eine vergleichsweise scharfe Darstellung – positiv an der Auflösung ist auch, dass man eine Skalierung immer noch vermeiden kann, wobei dafür schon gute Augen notwendig sind. Bei den Farbwerten konnten wir ab Werk einige Abweichungen und einen leichten grünen Farbstich feststellen, der sich aber mit einer Kalibrierung gut beseitigen ließ. Das zu diesem Zweck erstellte Profil stellen wir oben wie immer kostenlos zur Verfügung.
Bei der Farbraumabdeckung gibt es keine Verbesserung verglichen mit dem Vorgängermodell. Lenovo setzt weiterhin günstige IPS-Monitore ein, was durch die niedrige sRGB-Abdeckung von nur etwa 60 % bestätigt wird. Für Bildbearbeitung kann man dieses Display damit vergessen, die Farben werden schlichtweg falsch darstellt. Für anspruchslose Office-Aufgaben geht es dagegen in Ordnung, auch wenn eine höhere sRGB-Abdeckung natürlich absolut wünschenswert wäre.
Das Display ist grundsätzlich outdoor-tauglich, der matten Oberfläche sowie Displayhelligkeit von über 250 cd/m² sei Dank. Dabei sollte man allerdings die Sonne in jedem Fall vermeiden, nur im Schatten oder bei Bewölkung ist das Display gerade so ausreichend hell.
An der Blickwinkelstabilität gibt es wenig bis nichts auszusetzen. Farben invertieren bzw. verblassen bei IPS-Panels generell nicht und auch den IPS-Glow-Effekt konnten wir bei diesem LG-Panel nicht feststellen.
Leistung
In Deutschland gibt es zwei primäre Endkunden-Vertriebswege für das Lenovo ThinkPad L390: Das ThinkPad Laptop kann sowohl über den Lenovo Shop als auch bei verschiedenen Händlern erstanden werden. Die Händler verkaufen feste Konfigurationen, bei Lenovo kann man das ThinkPad L390 auch konfigurieren. Das günstigste Modell kostet etwa 650 Euro, während das ThinkPad L390 in Maximalausstattung mit rund 1.350 Euro zu Buche schlägt.
Als Hauptprozessoren dienen im Lenovo ThinkPad L390 in jedem Fall Intel-Prozessoren der "Whiskey-Lake"-Serie. Konkret stehen der Core i3-8145U, der Core i5-8265U und der Core i7-8565U zur Wahl. Diesem Prozessor stellt Lenovo entweder 4, 8, 16 oder 32 GB DDR4-2400-RAM beiseite, wobei maximal 64 GB möglich sind (zwei RAM-Slots, einer frei bei unserem Testgerät). Als Massenspeicher dient in jedem Fall eine einzelne M.2-2280-SSD mit 128, 256 oder 512 GB. Für die Grafikbeschleunigung setzt Lenovo ausschließlich auf die Intel UHD Graphics 620.
Prozessor
Der Intel Core i5-8265U ist ein Quad-Core-Prozessor der Generation "Whiskey-Lake". Seine vier Kerne haben einen maximalen Turbo-Boost-Takt von 3,9 GHz, der Grundtakt beträgt 1,6 GHz. Vergleiche mit anderen Prozessoren sind mit unserer CPU-Vergleichslistemöglich.
Typischerweise verbraucht ein Ultra-Low-Voltage-Prozessor (ULV-CPU) wie der hier verbaute Core i5-8265U maximal 15 Watt, doch die PC-Hersteller haben auch die Möglichkeiten die TDP-Limits anzupassen. Beim ThinkPad L390 zum Beispiel hat Lenovo ein TDP-Limit von 25 Watt eingestellt. Dabei ist natürlich besonders auch der Vergleich mit dem Vorgängermodell ThinkPad L380 interessant, in dem Lenovo einen Core i5-8250Ueinbaute. Interessanterweise betrug dessen TDP-Limit nur 15 Watt, wodurch die CPU-Leistung im ThinkPad L390 insgesamt höher ausfällt – sowohl bei der kurzfristigen Boost-Leistung, als auch unter Dauerlast.
Die Dauerlast simulieren wir mit einer Schleife aus Dutzenden Iterationen des Cinebench-R15-Multicore-Tests. In diesem Test beginnt das ThinkPad L390 mit einem Verbrauch von 25 Watt, der allerdings nicht auf Dauer gehalten werden kann, die Temperaturen steigen zu schnell an. Dadurch ist die Leistung in der zweiten Iteration des Cinebench-Tests schon deutlich geringer, allerdings verweilt sie insgesamt auf einem höheren Niveau als beim ThinkPad L380.
Auch im Vergleich mit den anderen 13,3-Zoll-Business-Laptops kann sich die CPU-Leistung durchaus sehen lassen, sowohl das HP ProBook 430 G5 als auch das HP EliteBook 830 G5 liefern bei Dauerlast eine geringere Leistung ab. Schneller sind dagegen das Dell Latitude 7390 sowie das Dell XPS 13, das als einziges Vergleichsgerät ebenfalls mit einem "Whiskey-Lake"-Chip ausgestattet ist.
Die CPU-Leistung ist nicht im Akkubetrieb begrenzt.
System Performance
In den PC-Mark-Benchmarks reiht sich das ThinkPad L390 jeweils eher im Mittelfeld ein. Das sagt aber wenig über die System-Leistung im Alltag aus, denn diese ist in keinerlei Hinsicht zu beanstanden. Das ThinkPad L390 arbeitet immer schnell und flüssig.
Massenspeicher
Als Massenspeicher enthält das ThinkPad L390 eine einzelne M.2-2280-SSD, Optionen für zwei SSDs oder eine Kombination aus HDD und SSD gibt es nicht. In unserem Testgerät steckt eine extrem schnelle PCIe-NVMe-SSD mit einer Kapazität von 256 GB, genauer gesagt die PM981 von Samsung. An der Geschwindigkeit dieser SSD gibt es absolut nichts auszusetzen.
Grafikkarte
Die Intel UHD Graphics 620 ist ein in die CPU integrierter Grafikchip, der auch schon beim ThinkPad L380 zum Einsatz kam. Die Leistung dieser iGPU hängt maßgeblich vom Hauptspeicher ab: Läuft dieser im Dual-Channel-Modus, kann der Grafikchip eine höhere Leistung zustande bringen, denn einen eigenen Speicher hat die GPU nicht.
Im L390 ist ein einzelnes 8-GB-RAM-Modul verbaut, der zweite Slot blieb bei unserem Testgerät frei – da der Speicher somit im Single-Channel-Modus lief, konnte die GPU ihr Potenzial nicht vollständig entfalten. Diesen Mangel kann man immerhin aber recht einfach beseitigen, indem man einfach ein zweites RAM-Modul nachrüstet. Zudem bleibt die iGPU auch im Dual-Channel-Modus insgesamt ziemlich leistungsschwach, sie eignet sich vor allem für alltägliche Multimedia-Aufgaben. Eine dGPU gibt es beim ThinkPad L390 auch optional nicht.
Die GPU-Leistung ist auch im Akkumodus ohne Drosselung abrufbar.
Gaming Performance
Gaming kann man mit dem ThinkPad L390 quasi vergessen. Lenovo hat das ThinkPad Laptop vor allem für den Bürobetrieb entwickelt, für ausgewachsene Spiele ist die Intel UHD Graphics 620 zu schwach. Nur sehr simple Spiele oder ältere Titel laufen spielbar. An der mangelnden Gamingtauglichkeit kann man auch mit einer eGPU nichts ändern, denn in Ermangelung eines Thunderbolt-3-Ports kann man eine solche nicht an das ThinkPad L390 anschließen.
Emissionen
Geräuschemissionen
Bei den Geräuschemissionen können wir als positiven Punkt auf jeden Fall festhalten, dass der Lüfter im Idle durchgängig ausgeschaltet ist. Das sollte bei allen Laptops mit Ultrabook-Prozessoren möglich sein, doch allzu oft patzen die Hersteller hier – gut, dass es Lenovo an dieser Stelle nicht versaut. Unter Last läuft der Lüfter durchgehend, bleibt dabei aber immer noch sehr leise. Selbst die maximale Lautstärke von 31,5 dB(a) ist kaum hörbar. Insgesamt schneidet das Lenovo Laptop L390 beiden Geräuschemissionen also sehr gut ab, auch Spulenfiepen konnten wir nicht feststellen.
Temperatur
Während das ThinkPad L390 im Idle komplett kühl bleibt, zeigen die Last-Messungen dann doch, dass der zurückhaltende Lüfter durchaus nicht nur positive Folgen hat. Das Gehäuse erwärmt sich unter Last auf 51,3 °C an der Unterseite, womit das ThinkPad L390 die wichtige 50-°C-Marke reißt – eine Nutzung auf dem Schoß würden wir bei Dauerlast daher eher nicht empfehlen. Immerhin bleibt die Handballenauflage stets kühl.
Der Stresstest mit Prime95 und FurMark zeigt, dass Lenovo das ThinkPad L390 zwar relativ gut auf die CPU-Leistung optimiert hat, das Kühlsystem auf lange Sicht aber mit der Kombination aus CPU- und GPU-Dauerlast nicht umgehen kann. Zu Beginn des Stresstests kann die CPU für kurze Zeit 25 Watt verbrauchen, danach wird der Verbrauch zunächst auf 22 Watt limitiert, wobei die CPU-Temperaturen dann bei 90 °C liegen. Die Taktrate der CPU bewegt sich zu diesem Zeitpunkt bei 2,2 GHz. Nach einigen Minuten beginnt der CPU-Takt dann zwischen 2,2 und 1,2 GHz zu schwanken, vermutlich temperaturbedingt. Im weiteren Verkauf des Stresstests werden die Schwankungen kleiner, zum Ende des Stresstests schwankt der CPU-Takt zwischen 1,7 und 1,2 GHz.
Somit liegt beim ThinkPad L390 thermales Throttling vor. Im Alltag sollte das allerdings keine Rolle spielen, denn schon direkt im Anschluss an den Stresstest erreichte das Lenovo ThinkPad beim 3DMark-11-Test wieder seine volle Leistungsfähigkeit.
Lautsprecher
Wie bei vielen anderen ThinkPads platziert Lenovo die Lautsprecher auch beim ThinkPad L390 an der Unterseite. Das ist nicht gerade vorteilhaft, da die Soundqualität so stark vom jeweiligen Untergrund abhängig ist. Doch schlussendlich ist es relativ egal, denn die Lautsprecher sind an sich einfach nicht gut: Der Bass fehlt wie oft komplett, die Lautsprecher sind nicht sonderlich laut und neigen bei hoher Lautstärke dazu, den Sound zu verzerren.
Anstelle der Boxen empfehlen wir die Nutzung des Kopfhörerausgangs, der in Verbindung mit externen Lautsprechern oder Kopfhörern einwandfrei seinen Dienst verrichtet.
Energieverwaltung
Energieaufnahme
Das ThinkPad L390 läuft sehr effizient und verbraucht vergleichsweise wenig Strom, doch das Vorgängermodell ThinkPad L380 war insgesamt noch etwa 20 % effizienter. Woher diese Differenz kommt ist für uns nicht eindeutig festzustellen, denn beide sind fast identisch ausgestattet. Unsere Vermutung lautet, dass das ThinkPad L380 etwas besser optimiert war und der Stromverbrauch auch wegen der niedrigeren CPU-Leistung etwas geringer ausfiel als beim L390.
Der maximale Verbrauch von 52 Watt stellt für das 65-Watt-Netzteil keinerlei Problem dar
Akkulaufzeit
Beim Akku hat sich im Vergleich zum Vorgängermodell nichts geändert. Lenovo setzt weiterhin auf einen internen Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 45 Wattstunden.
Allerdings gibt es trotzdem eine Veränderung bei den Akkulaufzeiten verglichen mit dem ThinkPad L380 und diese Änderung ist negativ: Mit nur knapp 7 Stunden fällt die Akkulaufzeit im WiFi-Test deutlich dürftiger aus, das L380 lief in diesem praxisnahen Test noch über 11 Stunden lang. Zwar sind sieben Stunden nicht direkt schlecht und das ThinkPad L390 ist auch in etwa genau so gut wie die Konkurrenten von HP, doch wir hätten uns an dieser Stelle trotzdem ein besseres Ergebnis erhofft.
Fazit
Mit dem ThinkPad L390 hat Lenovo ein schnörkelloses Update des Vorjahresmodell ThinkPad L380 auf den Markt gebracht. Im Inneren steckt eine neue Plattform, äußerlich gibt es keinerlei Änderungen zu verzeichnen.
So überrascht es uns auch nicht, dass die Stärken und Schwächen des ThinkPad L390 weitestgehend identisch zum Vorgänger sind. Zu den Stärken gehört zum Beispiel, dass sich das L390 fast lautlos betreiben lässt, selbst unter Last bleibt der Lüfter zurückhaltend. Ebenfalls hervorzuheben sind die Eingabegeräte: Der Mausersatz bestehend aus Touchpad und TrackPoint ermöglicht eine sehr komfortable Bedienung und die Thinkpad-Tastatur in voller Größe ist so hervorragend wie man es erwartet. Einen ersten Unterschied zum Vorgänger gibt es bei der CPU-Leistung, denn diese wurde durch die Anhebung der TDP-Grenze eindeutig verbessert. Zu den weiteren Stärken des ThinkPad L390 zählt die gute Anschlussausstattung, das stabile Gehäuse sowie die sehr gute Aufrüstbarkeit des Arbeitsspeichers, maximal sind dank zwei RAM-Slots sogar 64 GB möglich – eine Menge für ein kompaktes Laptop. Zudem zählt der Preis zu den Vorteilen des ThinkPad L390, dieser bewegt sich nämlich in einem eher niedrigen Bereich, besonders für ein ThinkPad.
Das Display an sich ist zwar nicht komplett schlecht und auch ein wenig heller als beim L380, aber die niedrige Farbraumabdeckung ist weiterhin ein Kritikpunkt. Weiterhin steht als Negativpunkt zu Buche, dass das ThinkPad L390 weniger Business-Features hat als andere ThinkPads, einen ThinkShutter, Smartkarten-Leser oder einen mechanischen Dockingport sucht man bei diesem Modell vergeblich. Leider hat sich im Vergleich zum ThinkPad L380 die Akkulaufzeit verschlechtert, sie ist jetzt nur noch durchschnittlich gut. Zudem wird das ThinkPad L390 deutlich wärmer als sein Vorgänger, über 50 °C an der Unterseite können schon unangenehm werden. Weiterhin beträgt die Standardgarantielaufzeit nur ein Jahr und das L390 hat keinen Thunderbolt-Anschluss.
Genau wie sein Vorgänger ist das ThinkPad L390 ein Arbeitstier mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, bei dem Lenovo kaum schwerwiegende Fehltritte unterlaufen.
Trotz dieser Kritikpunkte ist das Fazit zum ThinkPad L390 insgesamt positiv, sodass es sich unsere Empfehlung verdient hat. Insbesondere für Schüler und Studenten kann das Lenovo ThinkPad L390 ein sehr attraktives mobiles Arbeitstier sein.