Apple hat gestern neue Modelle der iPhone-Familie vorgestellt. Mit dem iPhone 11 einen mehr als würdigen Nachfolger für das iPhone XR – und mit den Pro-Modellen Geräte für jene, die eben noch ein bisschen mehr möchten. Während Apple es sehr gut versteht, positive Eigenschaften der Geräte in den Fokus zu rücken, gibt es aber auch Kleinigkeiten, die man eben eher nicht erwähnt, da sie nicht in das Bild der „Innovation“ passen.
Zum Beispiel das höhere Gewicht bei gleicher Größe. Das iPhone XS bringt 177 Gramm auf die Waage, beim iPhone 11 Pro sind es 188 Gramm. Aus den 206 Gramm beim iPhone XS Max werden dann 228 Gramm beim iPhone 11 Pro Max. Der Grund dürfte in einem größeren Akku liegen, denn Apple verspricht bei den neuen Modellen 4 beziehungsweise 5 Stunden mehr Laufzeit. Das kann man schwer nur durch Software-Optimierung hinbekommen.
Platz für mehr Akku könnte im iPhone 11 Pro durchaus vorhanden sein, denn das Display sollte dünner geworden sein. Warum? Weil auf 3D Touch verzichtet wird. Wie letztes Jahr schon beim iPhone XR, wird 3D Touch bei den Pro-Modellen dieses Jahr durch Haptic Touch ersetzt. Für mich nicht nachvollziehbar, für jeden, der 3D Touch nie produktiv genutzt hat, vermutlich schon.
Große Neuerung, die Apple allerdings auch nannte: Den Pro-Modellen wird ein stärkeres Ladegerät beigelegt. Mit 18 Watt können die iPhone Pro dann out-of-the-box geladen werden, bislang gab es zu jedem iPhone immer nur ein 5-Watt-Ladegerät. Zum 18-Watt-Ladegerät gibt es dann logischerweise auch gleich ein USB-C-auf-Lightning-Kabel, die Leistung will ja irgendwo fließen.
Letztendlich wird es aber sein wie immer. Egal, was Apple in den neuen iPhone-Modellen verbaut, sie werden sich gut verkaufen, weil einfach das Gesamtpaket stimmt. Dass nicht jeder ein Pro-Modell benötigt, sollte man auch bedenken, deshalb gibt es ja auch die anderen Modelle noch, angefangen beim iPhone 8 für knapp über 500 Euro.
Über diesen doch eher Kleinigkeiten stehen natürlich die neuen Funktionen, ermöglicht durch die Triple-Cam, den neuen A13 Bionic (samt U1) und auch iOS 13.