Wie schon die Vorgänger der letzten Jahre steht es um die Reparierbarkeit der neuesten Samsung Galaxy S-Smartphones nicht unbedingt gut. Einmal mehr setzt Samsung auf viel Klebstoff und gerade der Displaytausch ist alles andere als simpel.
Das Samsung Galaxy S10 ist vor etwas mehr als einer Woche in den Handel gestartet. Wie jedes Jahr stellt sich die Frage danach, wie gut sich das neueste Flaggschiff-Smartphonevon Samsung Galaxy S-Reihe reparieren lässt. Das Resultat überrascht wenig. Zwar sind einige Komponenten modular verbaut, doch einmal mehr wird auf viel Klebstoff gesetzt.
Viel Kleber und verlöteter USB-C-Anschluss beim Samsung Galaxy S10
Positiv ist immerhin, dass beim Entfernen der Rückseite nicht länger Acht auf die Verkabelung für den Fingerabdrucksensor gegeben werden muss. Der ist bekanntlich auf die Vorderseite gewandert. Dennoch besteht weiterhin Bruchgefahr, weshalb vorsichtig vorgegangen werden muss. Zudem braucht es die richtige Temperatur beim Einsatz der Heatgun. Andernfalls kann sich die Rückseite ähnlich wie Thermopapier verfärben, wie das Teardown-Video von kaputt.de zeigt, welches Sie am Ende der Meldung finden.
Stark verklebt ist erneut auch der Akku sowie das Display. Ersterer ist stabil genug, um sich beim Herauslösen ohne Lösungsmittel nicht zu verformen. Beim Display ist allerdings viel Fingerspitzengefühl gefragt, um das Glas nicht zu beschädigen. Zudem muss für den Displaytausch das komplette Galaxy S10 auseinandergenommen werden, was derartige Reparaturen nicht gerade einfach macht.
Kleber kommt ebenfalls bei der Kopfhörerbuchse, der Hörmuschel sowie dem Vibrationsmotor zum Einsatz. Alle drei Komponenten lassen sich jedoch mit etwas Wärme leicht herauslösen. Eine Neuerung beim Samsung Galaxy S10 gegenüber der letztjährigen Vorgänger ist der nunmehr fest verlötete USB-C-Anschluss. Im Falle eines Defekts gestaltet sich die Reparatur hier relativ schwer.
Das Samsung Galaxy S10 ist mittlerweile offiziell erhältlich. Samsung verlangt für das Standard-Modell der aktuellen Generation an hauseigenen Flaggschiff-Smartphones mit Basis-Ausstattung 899 Euro. Günstiger ist das etwas abgespeckte Galaxy S10e mit 749 Euro, während die Speerspitze des Aufgebots das Galaxy S10 Plus mit Preisen ab 1.249 Euro bildet. Setzt man beim größten Modell auf den Vollausbau, werden 1.599 Euro fällig.