Die Moto-G-Smartphones sind so gut wie möglich und nicht teurer als nötig. Mit dem neuen Moto G7 führt Hersteller Motorola diese Erfolgsstrategie weiter, ohne dabei allzu große Sprünge zu wagen. Unser Unboxing.
Die Moto-G-Serie führt gut vor Augen, in welche Richtung sich das Smartphone als solches in den vergangenen fünf Jahre entwickelt hat. Handlichkeit steht nicht mehr im Vordergrund und statt auf robuste Zweckmäßigkeit setzen Unternehmen auch in der unteren Preisklasse auf einen luxuriösen Anstrich. Im neuen Moto G7 verbaut Motorola wie eh und je die essenziellen Features, die das Smartphone von heute mit an Bord haben sollte: Ein längliches Display mit Notch, eine Dual-Kamera, viel Speicherplatz und einen modernen USB-C-Anschluss, der schnelles Laden unterstützt.
Verpackt ist diese Technik in einem wasserabweisenden – nicht IP-zertifizierten – Gehäuse mit gebogener Glasrückseite und einem lackierten Kunststoffrahmen, das durchaus edel anmutet. Die Verarbeitung ist sehr gut, auch die Druckpunkte der rechts angebrachten Knöpfe sind gelungen. Der Power-Taster ist mit spürbaren Rillen versehen und lässt sich so intuitiv bedienen. Am Kopfende hat das Moto G7 seinen Kartenschlitten, darin lassen sich neben einer microSD-Speicherkarte zusätzlich zwei SIM-Karten verstauen. Gerne gesehen ist die Kopfhörerbuchse am Fußende, daneben befinden sich der USB-C-Port und der Mono-Lautsprecher – Stereo-Sound bietet nur das äußerlich identische Moto G7 Plus.
Elegant versteckter Fingerabdrucksensor
Das Moto G7 ist wahrlich kein kleines Smartphone, mit 15,7 Zentimetern Länge und 7,5 Zentimetern Breite ist es ähnlich groß wie ein Samsung Galaxy S9 Plus. Die Glasoberflächen sind naturgemäß etwas rutschig, vorne wie hinten bleiben Fingerabdrücke sichtbar zurück. Den Fingerabdrucksensor hat Motorola wie beim Vorgänger auf der Rückseite recht elegant in das Batwing-Logo mit runder Einfassung integriert – er fällt nicht weiter auf. Anders die Kamera, die wie bei allen aktuellen Moto-Smartphones in einem großen runden Podest gute zwei Millimeter absteht.
Der Bildschirm des Moto G7 ist stattliche 6,2 Zoll groß und stellt auf einem Seitenverhältnis von 19:9 2.270 x 1.080 Pixel dar. Die Notch ragt gute 7 Millimeter in die Anzeige hinein und beherbergt mittig die Frontkamera, darüber befinden sich die Sensoren und – zwischen Deckglas und Rahmen – die Hörmuschel. Ausblenden lässt sich der Ausschnitt nicht. Das Display macht einen recht guten Eindruck, allerdings ist es auch bei direkter Draufsicht nicht besonders hell. Die Performance des im Moto G7 verbauten Snapdragon 632 reicht für eine flüssige Bedienung aus. Dazu dürfte auch das kaum veränderte Vanilla-Android beitragen, das mit Version 9 auf dem aktuellen Stand ist.
Das Moto G7 soll noch im Februar in Deutschland erhältlich sein und 250 Euro kosten.