Einige Käufer des neuen iPad Pro 2018 haben sich gewundert, dass ihre neuen Tablets etwas verbogen in der Originalverpackung liegen. Die leichte Biegung des Aluminiumgehäuses ist laut Apple normal und kein Defekt. Wer das Gerät dennoch problemlos umtauschen will, sollte sich beeilen.
Einige der neuen iPad-Pro-Geräte werden mit einer sehr leichten Biegung des Aluminiumgehäuses ausgeliefert, wie Kunden in Supportforen reklamieren und auch mit Fotos belegen. Nach Angaben von Apple ist dies ein Nebeneffekt des Herstellungsprozesses. Die Biegung sollte sich im Laufe der Zeit nicht verschlechtern oder die Leistung des Flaggschiffs iPad in irgendeiner Weise negativ beeinflussen. Apple betrachte es nicht als Fehler, teilte das Unternehmen gegenüber The Verge mit.
Die Biegung sei das Ergebnis eines Kühlprozesses bei der Herstellung, so Apple. Betroffen sind beide Modelle des neuen iPad Pro, das Apple gegen Jahresende vorgestellt hat. Das Problem scheint bei den Versionen mit LTE-Modul stärker ausgeprägt zu sein, da dort ein Kunststoffeinsatz das Gehäuse unterbricht, meint Macrumors. Wer diese Biegung nicht hinnehmen will, sollte sein Gerät innerhalb des 14-tägigen Rückgabefensters bei Apple direkt umtauschen.
Bereits zuvor waren Meldungen aufgekommen, denen zufolge Apples neues Tablet nicht besonders stabil ist. Das Video des Youtube-Kanals JerryRigEverything demonstriert besonders drastisch, wie Apples neuestes iPad Pro ohne großen Kraftaufwand verbogenund sogar zerbrochen werden kann.
Zack Nelson, der auf dem Kanal derartige Zerstörungstests mit allen möglichen Geräten vorführt, konnte das neue Tablet von Apple augenscheinlich lediglich mit beiden Händen mithilfe seiner Daumen, die in der Gerätemitte platziert waren, mit Leichtigkeit verbiegen, bis der Rahmen nachgab und das Display brach. Auch wenn dies sicherlich ein sehr überzogenes Beispiel ist, gibt es auch Forenberichte, in denen Nutzer über unabsichtliche Verbiegungen ihres neuen Tablets berichten, nachdem sie es nur wenige Tage in Betrieb hatten. Davon soll vor allem das iPad Pro 12,9 Zoll betroffen sein.
Erinnerungen an Bentgate werden wach
Die Umstände erinnern sehr an das sogenannte Bentgate des iPhone 6 und des iPhone 6 Plus. Beide Smartphones waren übermäßig biegsam, was Apple aber nicht zugeben wollte. Später stellte sich heraus, dass Apple sehr früh von den Problemen wusste, aber nicht reagierte.
Das iPad Pro 11 wird mit 64 GByte und WLAN für 880 Euro angeboten. Die Variante mit 256 GByte kostet 1.050 Euro und das 512-GByte-Modell mit WLAN 1.269 Euro. Das WLAN-Modell mit 1-TB-Speicherkapazität wird für 1.709 Euro verkauft. Die LTE-Version kostet mit 64 GByte 1.050 Euro, mit 256 GByte 1.220 Euro und das 512-GByte-Modell 1.440 Euro. Das teuerste iPad Pro 11 mit LTE ist das 1-TByte-Modell mit einem Preis von 1.880 Euro.