Microsoft plant in Zukunft, Windows-Updates weiter zu vereinfachen. Dazu gehört, dass es keine separaten Service-Stack-Updates und kumulative Updates mehr geben soll. Stattdessen soll alles zusammen in einem Paket ausgeliefert werden.
Microsoft plant in Zukunft Windows-Updates weiter zu vereinfachen. Dazu gehört, dass es keine separaten Service-Stack-Updates und kumulative Updates geben soll. Stattdessen soll alles zusammen in einem Paket ausgeliefert werden.
Das geht aus verschiedenen Beiträgen von Microsoft hervor, die Günter Born in seinem Blog zitiert hat und die zunächst vor allem Windows 10 betreffen. Zudem ist dabei die Rede von der Update-Verwaltung für "IT Administratoren" und die Bereitstellung von Updates mithilfe von Verwaltungstools. Die Ankündigung betrifft die Vereinfachung der Bereitstellung von Service-Stack-Updates. Bisher ist es so, dass Service-Stack-Update (SSU) und kumulative Updates (LCU) sei komplett voneinander getrennte Vorgänge sind. Allerdings setzten die LCUs bestimmte SSUs voraus. Ergo hat man sich nun gedacht, dass es für den Nutzer einfacher wird, wenn Microsoft einfach alle nötigen Dateien in eine Aktualisierungsdatei packt.
Ärger mit fehlgeschlagenden Updates minimieren
Im Windows IT Pro Blog informiert daher die Programm-Managerin Aria Carley, dass das Windows-Team an Änderungen arbeitet: "Wir haben Ihr Feedback gehört und unternehmen Maßnahmen, um denjenigen, die die monatlichen Updates vor Ort verwalten, eine nahtlosere Erfahrung zu bieten."
Das Problem bisher für IT-Administratoren ist, dass nicht jeder Patchday demselben Muster folgt. Mal gibt es ein neues Service-Stack-Update, mal gibt es das nicht. Zudem ist bisher die Fehlermeldung, wenn es ein Problem durch ein fehlendes Service-Stack-Update gibt, nicht besonders zielführend. Für das kumulative Update heißt es dann zum Beispiel "Update ist nicht anwendbar", aber die Grundursache nicht sofort ersichtlich.
Für WSUS und den Update-Katalog
Wenn SSU und die LCU gemeinsam auf dem Gerät bereitgestellt werden, ist schon einmal eine große und häufige Fehlerquelle ausgemerzt. Der Update-Stack orchestriert die Installation dann automatisch, so dass beide korrekt angewendet werden, schreibt Aria Carley zur Erläuterung. Die bevorstehenden Änderungen werden sicherstellen, dass die SSU und LCU zusammen sowohl für die Windows Server Update Services (WSUS) als auch für den Microsoft-Katalog bereitgestellt werden. Das Windows-Team beginnt nun im Grund bereits den Test.
Wer es ausprobieren möchte muss nun das SSU vom September 2020 installiert haben und mindestens die Windows 10 Version 2004 nutzen. Weitere Informationen dazu - und wohl vor allem auch, wann diese Änderung für alle Nutzer, also auch für Endverbraucher umgesetzt wird - will Microsoft in den kommenden Wochen veröffentlichen. In den Insider Builds für kommende Windows 10-Versionen war davon zumindest bisher noch nicht die Rede.