Sie benötigen zusätzlichen elektronischen Speicherplatz? Hier finden Sie alle Informationen, um die beste Entscheidung für Ihren individuellen Bedarf und Geldbeutel zu treffen!
So erweitern Sie Ihren Speicherplatz:
Interne HDDs: Viel Kapazität für wenig Geld
Eine HDD (Hard Disc Drive) arbeitet mit einem magnetischen Speichersystem. Dies sorgt für enorme Aufnahmekapazitäten und punktet mit einem sehr günstigen Preis. Pro GB (Gigabyte) liegen die Kosten bei unschlagbaren drei bis sechs Cent.
Für den Privathaushalt sind die 3,5-Zoll-Ausführungen gedacht, erhältlich ist diese Größe aktuell mit maximal 10 TB (Terabyte). Für den Einsatz in Unternehmen sind HDDs mit bis zu 12 TB verfügbar. Verbaut werden sie direkt in PCs, in das NAS (netzgebundener Speicher) oder in Servern. Damit es keine Probleme mit der Sicherheit und der Geschwindigkeit gibt, werden sie in das Raid-System integriert. Dabei handelt es sich um einen Verbund von mehreren Festplatten, die unabhängig voneinander arbeiten. Durch die redundante Anordnung der Festplatten sind die darauf gespeicherten Daten besser vor Verlust geschützt.''
Für Notebooks gibt es interne HDDs im 2,5-Zoll-Format. Sie bieten Platz für 2 bis 4 TB.
Anschließen lassen sich diese internen Festplatten am Mainboard über SATA III, dieser Anschluss ist auch unter dem Begriff SATA/600 bekannt. Aus rein technischer, beziehungsweise theoretischer Sicht sind Datenraten bis zu 6 GB/s im Bereich des Möglichen. Die Standardvarianten der HDDs bewegen sich in der Regel mit einer Geschwindigkeit von 5400 Umdrehungen pro Minute. Noch leistungsfähigere Modelle kommen sogar auf 7200 Umdrehungen in der Minute. Doch dieses immens hohe Tempo kann zu einer Steigerung des Stromverbrauchs und zu einer Hitzeentwicklung führen. Man sollte also vor dem Kauf bedenken, ob das eigene technische Equipment für dieses hohe Arbeitstempo ausgelegt ist.
Abhängig von der Kapazität einer Festplatte ist ihre Cache-Größe. Hier gibt es dementsprechend große Unterschiede. Die Untergrenze liegt bei 16 MB, die obere Begrenzung bei sagenhaften 256 MB!
Da diese klassischen Festplatten mit beweglichen Elementen funktionieren, sind sie leider recht sensibel, was die Haltbarkeit angeht. Auch Erschütterungen oder ähnliche Vorkommnisse können ihre Lebenszeit verkürzen.
Interne SSDs: Schnelles Tempo und robuste Bauart
Eine interne SSD legt ein rasantes Arbeitstempo vor. Das kann bis zu dreimal so schnell sein, wie das einer intern verbauten HDD. Der IOPS-Wert gibt an, wie viele Eingabe- und Ausgabeoperationen pro Sekunde eine SSD leisten kann. Ein hoher Wert ist also das Kriterium für die Geschwindigkeit des Arbeitstempos. Allerdings darf hier nicht verschwiegen werden, dass der IOPS-Wert abnimmt, sobald der Computer für längere Zeit läuft. Außerdem verringert sich das Tempo auch mit der steigenden Rate an auszuführenden Ein- und Ausgabeoperationen.
Ein weiterer Vorteil der internen SSD liegt in ihrer langen Haltbarkeit. Da sie gänzlich ohne bewegliche Teile arbeitet, ist sie sehr robust und deshalb speziell für den Einbau in Notebooks geeignet. Sehr komfortabel ist auch ihre absolut geräuschlose Arbeitsweise.
Abzüge in der Gesamtnote gibt es, weil sich diese Art von Speichermedium nicht unendlich oft beschreiben lässt. Die Lebensdauer einer SSD hängt also davon ab, wie viele Schreibvorgänge von ihren Speicherzellen verarbeitet werden müssen. Aufschluss über die Lebensdauer, beziehungsweise wie oft man eine SSD pro Tag beschreiben lässt, bietet der TBW (Terabytes written/ geschriebene Terabytes). In der Kombination mit der Garantiezeit lässt sich daraus der DWPD (Drives Writes per Day/ tägliche Datentransferrate) ermitteln. Die Rechenformel dafür lautet:
DWPD = (TBW in TB X 1.000) / 356 Tage X Garantiezeit X SSD-Kapazität in GB)
Eine weitere Angabe des Herstellers gibt weiteren Aufschluss über die Lebensdauer einer SSD. Dabei handelt es sich um den Wert, der die MTFB (Mean Time Between Failures/ durchschnittliche Betriebsdauer zwischen Ausfällen) beziffert. Mit MTFB ist die wahrscheinliche Laufzeit zwischen zwei Ausfällen des Systems gemeint. Dieser Wert ergibt sich aus der Gesamtsumme der Betriebszeiten, dividiert durch die Summe der dokumentierten Ausfälle. Je höher der Wert des MTBF ist, umso langlebiger und auch zuverlässiger ist die jeweilige SSD.
Ein weiteres Manko der SSD liegt in der Preisgestaltung. Denn sie sind erheblich teurer im Vergleich zur HDD. Der Handel bietet aktuell SSD mit bis zu einem TB an. Also mit einer wesentlich geringeren Speicherkapazität, als eine HDD. Und pro GB muss der Käufer 35 bi