Mitglieder des Insider-Programms werden zukünftig nicht mehr in der gewohnten Form mit Previews kommender Windows 10-Versionen versorgt. Microsoft löst ab sofort die starre Entwicklung hin zur nächsten geplanten Ausgabe auf.
Das wurde im Kern so auch schon angekündigt und mit dem jüngsten Release im Fast Ring erstmals auch praktisch umgesetzt. Die Tester erhalten hier nun Builds mit verschiedenen Änderungen, die aber so nicht unbedingt im nächsten Release bereitgestellt werden müssen. Vielmehr handelt es sich um generelle Arbeiten, die von den Entwicklern durchgeführt werden und nun getestet werden sollen.
Wenn also ein neues Feature im Fast Ring auftaucht, kann noch niemand sagen, ob dieses dann tatsächlich mit dem nächsten großen Windows-Update oder eben erst später zu den normalen Nutzern kommt. Wie die einzelnen Update-Module jeweils zusammengesetzt werden, soll sich erst kurz vor dem jeweiligen Release entscheiden. Entsprechend kann also auch nicht mehr davon gesprochen werden, dass der neueste Preview Build 19536 einen Ausblick auf Windows 10 20H2 oder 21H1 darstellt.
Einige Neuerungen sind zu sehen
Eine Neuerung, die Tester im Fast Ring jetzt zu sehen bekommen, ist eine Übersicht optionaler Updates. Hier werden Neuerungen an Komponenten zusammengefasst, die nicht zwingend im Rahmen des normalen Windows Updates mitinstalliert werden müssen. Hier werden die Anwender beispielsweise die meisten Treiber finden, die Microsoft auch über seine integrierte Update-Funktion mit neuen Fassungen versorgt.
Eine weitere Neuerung ist das "Family Group Setup". Dieses soll es einfacher machen, Geräte so zu konfigurieren, dass die verschiedenen Familien-Features einfacher genutzt werden können. So ist es bereits länger möglich, dass Termine und Notizen ausgetauscht und Nutzungszeiten für die Kinder begrenzt werden können. Zukünftig wird Windows außerdem direkt abfragen, welche Nutzer-Konten mit in die Familiengruppe aufgenommen werden sollen und welche Rolle ihnen zukommt. Verschiedene Feinabstimmungen werden dadurch durch einen entsprechenden Automatismus übernommen.
Weiterhin haben die Microsoft-Entwickler an der Optimierung und Verbesserung verschiedener bereits vorhandener Features gearbeitet. Auch diese werden im neuesten Build bereitgestellt, ohne dass klar ist, wann sie genau in die finalen Versionen übernommen werden. Das betrifft aktuell beispielsweise die Foto-Synchronisation in der Your Phone-App, die Stifteingabe und das Calls-Feature. Darüber hinaus gibt es natürlich auch wieder unzählige Korrekturen an Stellen, an denen kleinere Fehler aufgefallen sind.