AMD will Intel weiter Druck machen und bringt deshalb mit dem Ryzen 9 3950X seinen nach eigenen Angaben schnellsten Chip für Desktop-PCs aller Zeiten. Der High-End-Prozessor gehört nicht zur Threadripper-Serie, soll aber dennoch mit 16 Kernen und 32 Threads aufwarten.
Der AMD Ryzen 9 3950X wird wie die anderen aktuellen AMD-SoCs auf Basis eines modernen Fertigungsprozesses mit einer Strukturbreite von nur sieben Nanometern gefertigt und nutzt die neue "Zen 2"-Architektur. Der Prozessor kommt mit maximal 105 Watt aus und soll dennoch mehr Leistung bieten als deutlich teurere Intel-CPUs mit weniger Rechenkernen.
Der Ryzen 9 3950X bringt einen Basistakt von 3,5 Gigahertz mit und erreicht eine maximale Boost-Taktrate von bis zu 4,7 GHz - unter Verwendung von maximal zwei Kernen. Der Hersteller gibt den Launch-Preis mit 749 US-Dollar an und wirbt unter anderem damit, dass man den Intel Core i9-9920X mit seinen zwölf Kernen und einem Preis von 1199 Dollar in Sachen Gaming und bei der Bild- und Videobearbeitung deutlich hinter sich lässt.
Konkret verspricht AMD einen Vorteil in Adobe Premiere von 26 Prozent und ein um das 2,34-Fache höheres Leistung-pro-Watt-Verhältnis als im Vergleich zum eben genannten Intel-SoC. Die Leistungsaufnahme soll ohnehin deutlich niedriger ausfallen als bei dem Intel-Chip - wovon vor allem Kunden profitieren, die mehrere Systeme dieser Art parallel betreiben und auf den Energiebedarf achten muss.
Wie die anderen Ryzen 9 3000-Series Chips wird auch der neue 3950X auf Mainboards mit AMD X570-Chipsatz PCIe 4.0 unterstützen und damit die Nutzung von schnelleren Grafik- und PCIe-SSD-Lösungen ermöglichen. Die Markteinführung des neuen Ryzen 9 3950X erfolgt ab dem 25. November 2019, wobei dann wie erwähnt 749 Dollar dafür fällig werden. Wer nicht ganz so viel Leistung braucht, kann natürlich weiterhin auf den Ryzen 9 3900X mit 12 Kernen zurückgreifen.