Spionieren leicht gemacht: Whatsapp testet neue Funktionen

Hamburg. Whatsapp hat eine Funktion veröffentlicht, die es den Nutzern erlaubt, heimlich die Bilder anderer Kontakte anzusehen. Wie funktioniert das und was steckt dahinter?

Whatsapp testet einige neue Funktionen, die den Nutzern unter anderem das Spionieren erleichtern sollen: In der neuen Beta-Version, die erst einmal nur einigen Nutzern freisteht, wurde vor allem der Status-Bereich des Messengers überarbeitet. Dort können Videos oder Fotos mit den Kontakten geteilt werden, die nach einer gewissen Zeit automatisch wieder verschwinden. Eine Funktion, die bei Instagram – das genauso wie Whatsapp zu Facebook gehört – sehr gut angenommen wird und ursprünglich von Snapchat stammt. 

Laut dem Branchenblog "WAbeta.Info" sind die nun vorgenommenen Änderungen ein Anzeichen dafür, dass versucht wird, dem Status-Bereich mehr Beachtung zu verschaffen. Nun können Nutzer nämlich heimlich die Bilder ihrer Kontakte ansehen. Bisher ist es so, dass der Urheber der Fotos erfährt, wer sich seine Bilder ansieht. Mit dem Update testet Whatsapp seit dem vergangenen Wochenende einen "Leise"-Button. Wenn Nutzer diesen anschalten, erfährt niemand, welche Bilder sie sich ansehen. 

Spionieren mit Einschränkungen

Allerdings gibt es einen Haken: Die "Unsichtbar"-Funktion zählt nur für das erste Bild. Lädt ein Kontakt mehrere Fotos hoch, kann man nur das erste unbemerkt betrachten. Sieht man sich auch die anderen Bilder an, wird das dem Nutzer gemeldet. Angeblich will Whatsapp dadurch mehr Nutzer dazu bewegen, den Status-Bereich zu nutzen. Außerdem soll es attraktiver sein, mehr als nur ein Bild zu veröffentlichen. Schließlich erhalte man nur so eine Rückmeldung darüber, wer die eigenen Bilder gesehen hat.

Zusätzlich zu den Änderungen des Status-Bereichs wurde die Verwendung von Stickern überarbeitet. Auch ist es in der neusten Beta-Funktion möglich, in einem Gruppenchat private Nachrichten zu versenden. Diese kann dann nur der ausgewählte Kontakt lesen und nicht die gesamte Gruppe. Es bleibt abzuwarten, welche Neuerungen die Testphase von Whatsapp überstehen.