In zwei Artikeln haben wir bereits die Komponenten unseren SSD-Schnäppchen-PCs ausgewählt und zusammengebaut. Nun folgt der schonungslose Praxistest.
Um die Leistung eines neuen PCs aufzuzeigen, eignen sich Benchmark-Tests hervorragend. Sie bilden die Leistung nach festen Standards ab und erlauben so eine Vergleichbarkeit mit anderen Systemen, auch ohne dass man diese selbst besitzen muss. Wir jagen unseren 250-Euro-Rechner durch die Benchmarks und simulieren so verschiedene Einsatzgebiete.
Dank SSD flott im Alltag
Der gängige PC-Alltag mit all seinen Office-, Internet- und Grafikanwendungen findet Berücksichtigung im PCMark 7. Dieses Programm simuliert zahlreiche Alltagssituationen, spielt also auch Videos ab, misst die Leistung bei Videotelefonie-Anwendungen und 3D-Programmen aber auch bei Büroanwendungen. Das Endergebnis von 2663 Punkten ist zwar weit von teuren Luxusrechnern entfernt, zeigt aber, dass die Leistung des PCs im Alltag dennoch vollkommen ausreicht - nicht zuletzt dank der schnellen SSD.
Energieaufnahme und Lautstärke
Die Zeiten, in denen ein PC den Energieanbieter reich machte, sind vorbei. Ein Blick auf das Strommessgerät zeigt: Unser SSD-PC braucht selbst unter voller Last nur rund 115 Watt. Wird der Rechner nicht belastet, sind es sogar nur rund 60 Watt. Wird der Modus "Energie sparen" genutzt, sind es nur 3,1 Watt, heruntergefahren sind es 2 Watt. Ein Druck auf den Netzschalter senkt den Verbrauch auf Null.
Wo wenig Strom aufgenommen wird, ist oft auch die Lautstärke niedrig - es muss ja auch weniger Wärme abtransportiert werden. Hier besteht mit leisen aber teureren Lüftern, vor allem beim Netzteil, noch Optimierungsbedarf. Mit 1,6 Sone im Leerlauf und 2,5 Sone unter Last ist unser PC kein Leisetreter, aber auch nicht quälend laut.
Fazit: Für den Alltag vollkommen ausreichend
Der Zusammenbau dürfte selbst unerfahrene Nutzer nicht vor unlösbare Aufgaben stellen und wird nur selten länger als zwei Stunden dauern. Der Kontostand ist auch nach dem Bezahlen der Komponenten nicht schmerzhaft gefallen - Komplettrechner aus dem Discount sind im Normalfall deutlich teurer und verzichten auf die leistungsbringende SSD als System-Nachbrenner. Sogar einfache PC-Spiele verkraftet der PC. Gegen einen geringen Aufpreis von etwa 20 Euro spielt das System zudem Blu-Ray-Discs ab: Es muss dabei nur anstelle des DVD-Brenners ein Blu-Ray-Kombilaufwerk gewählt werden. All das für nur 250 Euro - ein erstaunlich niedriger Preis für erfreulich viel Leistung. Und mit Potenzial, an der einen oder anderen Stelle ganz individuell eigene Wünsche zu erfüllen wie beispielsweise ein leiserer Lüfter, mehr Performance oder eben das angesprochene Blu-Ray-Laufwerk.