Microsoft verschiebt das Support-Ende für die Enterprise-, Bildungs- und IoT-Versionen von Windows 10 1709. Aufgrund der Corona-Pandemie will der Konzern sechs weitere Monate kostenlose Sicherheitsupdates liefern. Das hat Microsoft heute überraschend bekannt gegeben.
Die offizielle Unterstützung für Windows 10 1709 Home und Pro endete dabei bereits im April vergangenen Jahres. Der Support für die Enterprise-, Bildungs- und IoT-Versionen wäre regulär in einem Monat ausgelaufen. Der Grund für diese Änderung ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die Ausbreitung von COVID-19. Im Windows IT Pro Blog wird dabei Corona nicht explizit genannt. Es heißt aber mit dem Hinweis auf die Auswirkungen der "Situation der öffentlichen Gesundheit" wird Microsoft für weitere sechs Monate Sicherheitsupdates für einige Varianten von Windows 10 1709 herausgeben. Nutzer der genannten Versionen sollen so einen Aufschub für den Umstieg erhalten, ohne dass ihnen finanzielle Zusatzbelastungen entstehen oder sie Angst vor ungepatchten Schwachstellen haben müssen.
Neues Support-Ende ist der 13. Oktober 2020
Der geplante Endtermin für den Support von Windows 10 1709 wird daher nun vom 14. April 2020 auf den 13. Oktober 2020 verschoben. In dem Ankündigungs-Post der Tech-Community-Website heißt es dazu:
"Wir haben die Situation der öffentlichen Gesundheit bewertet und verstehen die Auswirkungen, die dies auf viele unserer Kunden hat. Um eine der vielen Belastungen für IT-Teams zu erleichtern, werden wir, basierend auf dem Kunden-Feedback, das geplante Ende des Service-Termins für die Enterprise, Education und IoT Enterprise Editionen von Windows 10, Version 1709, verschieben. Das bedeutet, dass die Geräte nur von Mai bis Oktober monatliche Sicherheitsupdates erhalten. Das letzte Sicherheitsupdate für diese Editionen von Windows 10, Version 1709 wird am 13. Oktober 2020 statt am 14. April 2020 veröffentlicht.
Die Enterprise- und Bildungsvarianten von Windows 10 1803 werden nach den alten Plänen voraussichtlich am 10. November 2020 ihr Supportende beibehalten. Je nachdem, wie sich die Krise jetzt aber weiter entwickelt, könnte es auch bei den weiteren Versionen noch entsprechende Verlängerungen geben.