Chiphersteller AMD nutzt die CES 2020 als Bühne, um seine neuen Ryzen 4000-Prozessoren für Notebooks vorzustellen. Die mobilen CPUs bieten bis zu acht Rechenkerne und setzen auf die von Desktop-Chips bekannte Zen-2-Architektur, hergestellt im 7nm-Verfahren.
Mit dem neuen Threadripper 3990X samt 64 Kernen und einer TPD von satten 280 Watt setzt AMD Konkurrent Intel im High-End-Segment ordentlich unter Druck. Doch nicht nur im Bereich der Desktop-PCs will sich das Unternehmen zurück an die Spitze kämpfen, in diesem Jahr sollen zusätzlich über 100 Notebook-Modelle mit AMD-Antrieb auf den Markt gebracht werden. Dafür präsentiert Firmenchefin Lisa Su während der Consumer Electronics Show in Las Vegas die neue AMD Ryzen 4000-Generation für Laptops und Convertibles.
AMD zielt auf kompakte und leistungsstarke Notebooks ab
Insgesamt acht Prozessoren der Ryzen-Familie wird AMD in einer ersten Welle für mobile Computer anbieten. Je nach Leistungsklasse kommen zwischen vier und acht Rechenkerne zum Einsatz, während die TDP von 15 bis 45 Watt reicht. Im Turbo-Takt erzielen die neuen Ryzen 4000-Chips bis zu 4,2 GHz und abhängig vom gewählten Modell werden per Hyperthreading bis zu 16 Threads freigeschaltet. Die stromsparende Ryzen 4000U-Serie (15 Watt) wird vom AMD Ryzen 7 4800U angeführt, der als einziger Chip auf die integrierte Radeon Vega 8-Grafikeinheit setzt.
Im mobilen High-End-Bereich platziert der Hersteller vorerst nur drei neue Prozessoren, wobei der AMD Ryzen 7 4800H mit einem Stromverbrauch von 45 Watt die Speerspitze darstellt. Dieser soll in Hinsicht auf seine Leistung sogar Intels Core i7-9700K Desktop-CPU hinter sich lassen. Notebook-Produzent Asus konnte sich zudem die halbjährige Exklusivität des AMD Ryzen 7 4800HS sichern, der ähnliche Performance-Werte aufweist, dabei allerdings nur 35 Watt verbraucht. Neben Asus gehören auch Lenovo, Dell und Acer zu den ersten Unternehmen, die während der CES 2020 mit passenden AMD-Notebooks auffahren.